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Klima

verstehen & schützen

Um die Dynamik, Ursachen und Folgen der Klimakrise zu begreifen, muss man das Klima als komplexes Zusammenspiel von Atmosphäre, Ozean, Eis und Biosphäre verstehen. Der Ozean spielt dabei eine Schlüsselrolle: Er speichert und transportiert Wärme und Kohlenstoff, puffert Veränderungen im Klimasystem ab – kann sie aber auch verstärken.

Der gesellschaftliche Bedarf an Wissen über Meeresspiegelanstieg, Extremwetter und Veränderungen der globalen Ozeanzirkulation wächst stetig. So gehört die Meeres-, Polar- und Klimaforschung zu den Schwerpunkten der Universität Bremen.

Am MARUM untersuchen Forschende sowohl das heutige Klima als auch Klimaänderungen der Erdgeschichte. Mit Modellen, Klimarekonstruktionen und Langzeitbeobachtungen analysieren sie den Energieaustausch zwischen Atmosphäre und Ozean, die Dynamik der atlantischen Zirkulation und die Rolle von Gletschern beim Anstieg des Meeresspiegels.

Tropische Korallenriffe dienen als Archive für Klimaänderungen über Jahre bis Jahrhunderte. Das MARUM nutzt Citizen Science, um die regionale Meereserwärmung der letzten Jahre und Jahrzehnte zu quantifizieren. Die Verknüpfung von Ozean-, Atmosphären- und Eismodellen hilft, künftige Klimaveränderungen besser zu verstehen. Ein weiterer Fokus liegt auf der Untersuchung von Methoden zur langfristigen Einlagerung von CO2 in den Meeresboden, die dem Klimawandel entgegenwirken kann.

Im Forschungsfeld Klima arbeiten wir interdisziplinär, um Antworten auf diese Fragen zu finden:

  • Wie beeinflussen natürliche Schwankungen und menschliche Einflüsse tropische Klimaphänomene?
  • Welche Wechselwirkungen gab es zwischen Klima und biologischer Vielfalt in vergangenen Erdzeitaltern?
  • Wie lässt sich Wissen aus der Erdgeschichte für Klimaprojektionen nutzen?
Sedimentkern mit Schichten; Foto: MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen; V. Diekamp

Beprobung eines Sedimentkerns, der auf der Expedition 381 im Rahmen der Internationalen IODP Programms gewonnen wurde. Die Analyse von Klimaarchiven, wie von Sedimenten und tropischen Korallenriffen ermöglichen es uns, Klimaveränderungen über Jahrzehnten bis zu Millionen von Jahren zu rekonstruieren.

Auswahl aktueller Forschungsprojekte

PalMod

Vom letzten Interglazial bis hin zum Anthropozän: Modellierung eines kompletten glazialen Zyklus

Gefördert durch das BMBF

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SFB Energietransfer in der Atmosphäre und im Ozean

Im Sonderforschungsbereich untersuchen Forschende die Interaktion von Turbulenz, Wellen und Wirbeln im Ozean und der Atmosphäre

Gefördert durch die DFG

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AIMS³

Alternative Szenarien, innovative Technologien und Monitoringansätze für die Speicherung von Kohlendioxid in ozeanischer Kruste

Ein Verbundprojekt der DAM Forschungsmission ...

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Aktuelle Meldungen

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Das Forschungsschiff SONNE unterwegs im Pazifischen Ozean. Hier, im so genannten Indo-Pazifischen Wärmebecken, zeigt sich das Einwirken von Ozean und Atmosphäre aufeinander besonders deutlich. Foto: MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Univers

14.10.2020

Klimaphänomene könnten stärker wirken

Klimaphänomene werden global durch das Zusammenwirken von Ozean und Atmosphäre reguliert. Dazu gehören zum Beispiel El Niño und La Niña und die so genannte ...

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David De Vleeschouwer an Bord des us-amerikanischen Bohrschiffs JOIDES Resolution. Foto: Bill Crawford, IODP JRSO

01.10.2020

AGU-Preis für David De Vleeschouwer

Für seine bedeutenden Beiträge zur Paläozeanographie und Paläoklimatologie wird David De Vleeschouwer vom MARUM mit dem Nanne Weber Early Career Award ...

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