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Mariner Kohlenstoffkreislauf

entschlüsseln & bilanzieren

Der marine Kohlenstoffkreislauf beschreibt die Vorkommen und Reservoire von Kohlenstoffverbindungen in den Ozeanen, sowie die damit in Verbindung stehenden biologischen und abiotischen Prozesse. Durch den direkten Austausch von Gasen an der Meeresoberfläche hat der marine Kohlenstoffkreislauf eine zentrale Bedeutung für das Klimasystem. Treibhausgase (insbesondere Kohlendioxid CO2) können vom Ozean aus der Atmosphäre sowohl aufgenommen, als auch an sie abgegeben werden. Der marine Kohlenstoffkreislauf entscheidet mit darüber, in welche Richtung dieser Austausch jeweils stattfindet.

Ziel der Forschenden am MARUM ist es, ein besseres Verständnis über verschiedene Kernprozesse des marinen Kohlenstoffkreislaufs zu erlangen.
Hierzu zählt die primäre Einbindung von gelöstem, anorganischen Kohlenstoff (DIC) in Photosynthese betreibende Biomasse (Algen), sowie der Transport und die Zersetzung organischen Materials auf dem Weg zum und im Meeresboden.

Im Zentrum stehen dabei häufig Fragen wie:

  • Woher beziehen Organismen die Energie zur Aufrechterhaltung ihres Stoffwechsels?
  • Welche Symbiosen und Austauschprozesse spielen dabei eine Rolle?
  • Unter welchen extremen Druck- und Temperaturbedingungen ist Leben noch möglich?

Um diese und viele weiteren Fragen erfolgreich beantworten zu können, verfügt das MARUM über eine exzellente und umfangreiche apparative Ausstattung.

Aggregat marinen "Schnees" (Foto: MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen; M. H. Iversen)

links: sinkende organische Partikel; rechts: Skizze mariner Kohlenstoffkreislauf

Auswahl aktueller Forschungsprojekte

C-Quest

Entdeckung molekularer Wege zur Bindung von Glykokohlenstoff

(ERC Consolidator Grant)

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sea4soCiety

Innovative Ansätze zur Verbesserung des Kohlenstoffspeicherpotentials von Vegetationsküstenökosystemen

(DAM Forschungsmission)

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Archean Park

Relikte alter zellulärer Biogeochmie in einem unterirdischen Ökosystem mit hohem CO2-Gehalt

(ERC Synergy Grant)

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Aktuelle Meldungen

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Eine Hydrothermale Quelle am Mittelatlantischen Rücken. Über die Ausbreitungswolke – der sogenannten Plume – werden heiße, mineralreiche Flüssigkeiten im Ozean verteilt. Das Foto entstand während der Forschungsreise M190 mit dem Tauchroboter MARUM-QUEST4000. Der Arm des Tauchroboters hält eine Temperaturlanze in die Austrittfahne, um dort die Temperatur zu messen. Foto: MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen

20.10.2025

Die Ironie des Eisens

Eine neue Studie unter der Leitung des MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen – beleuchtet, wie hydrothermale Quellen am ...

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