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Naturgefahren

erkennen & kommunizieren

Erdbeben, Hangrutsche und Vulkanausbrüche sind lokale geologische Ereignisse, die Tsunamis auslösen können und damit eine große Gefahr für Menschen und soziale Infrastruktur nicht nur in unmittelbarer Nähe, sondern auch über große Entfernungen hinweg, darstellen.

Diese Georisiken sind nicht auf die Kontinente beschränkt, sondern treten an großen Bereichen des Meeresbodens auf. Hangrutschungen finden sich beispielsweise vom Flachwasser bis in die Tiefsee, Unterwasservulkane gefährden sowohl kleine Meere (z.B. Ägäis) und Ozeane (z.B. Pazifik) und die verheerendsten Erdbeben werden in Subduktionszonen ausgelöst (z.B. am pazifischer Feuerring).

Wissenschaftliche Erkenntnisse über sowohl das Ausmaß dieser Naturgefahren als auch ihre räumlichen und zeitlichen Dimensionen sind eine wesentliche Voraussetzung für die Bewertung und Minderung des Risikos für Gemeinschaften, kritische Infrastrukturen und die Umwelt.

Die Meeresgeowissenschaftler:innen am MARUM arbeiten mit Sozialwissenschaftler:innen und Ingenieur:innen zusammen, um die Auswirkungen von Naturgefahren entlang der Küsten zu verringern und den Aufbau widerstandsfähiger Infrastruktur in direkter Zusammenarbeit mit den Betroffenen zu unterstützen. Gemeinsam sind die Forschenden des MARUM in unterschiedlichen Projekten in Europa und anderen Regionen auf der Welt beteiligt.

Ein Hauptaugenmerk unserer Forschung liegt dabei nicht nur auf einzelnen geologischen Ereignissen, sondern auch auf den Folgen von schwer vorhersehbaren Kettenreaktionen - sogenannten kaskadierenden Geogefahren. Löst beispielsweise ein Erdbeben Erdrutschungen aus, können beide Prozesse den nachfolgende Tsunami erheblich verstärken und so die Auswirkungen verschlimmern.

Vulkaninsel Montserrat, METEOR Expedition M154-2. Foto: MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen; K. Huhn-Frehers

Vulkaninsel Montserrat geprägt durch verschiedene Eruptionsphasen zwischen 1995 und 2010. Gezeigt sind die Topografie des Soufrière Hills Vulkans vor 1995 (gestrichelte Linie) und nach 2010 (schwarze Linie), d.h. der jüngsten Serie von Eruptionen. Weiße Pfeile markieren die Materialtransportwege des kollabierten Vulkankegels. Die abgerutschten Massen wurden während der METEOR-Expedition M154-2 gebohrt. Foto: MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen; K. Huhn-Frehers

 

Auswahl aktueller Forschungsprojekte

MultiMAREX

Erdbeben und Vulkanausbrüche sowie die damit verbundenen Tsunami rund um Santorini...

 

(DAM Verbundprojekt)

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POSEIDON

POSEIDON bringt Expert:innen aus europäischen Ländern, Universitäten, Industrie zusammen...

 

(EU MSCA Doctoral Network)

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Kaskadierende Naturgefahren

Die zunehmende Gefährdung und Anfälligkeit für kaskadierende marine Naturgefahren...

 

(verschiedene Verbundprojekte)

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