FS SONNE SO318

FS SONNE – Reise SO318

22. Februar – 26. März 2026

San Diego – San Diego

Baryt-Venting

Baryt-führende Kalte Quellen am Meeresboden des San Clemente-Beckens (Kalifornien/Mexiko) und ihre Bedeutung für die Fluidzirkulation entlang tiefer Störungssysteme in der Erdkruste

Abbildung zeigt Expeditionsgebiet

Forschungsgebiet der SO318 in Kalifornien und Mexiko

Im Rahmen der multi-disziplinären FS SONNE-Expedition SO318 und deren Auswertung sollen Baryt-präzipitierte Kalte Quellen im San Clemente Becken, Kalifornien/Mexico, grundlegend untersucht werden. Sie wurden ursprünglich als Hydrothermalbildungen interpretiert und scheinen an das über 100 km verfolgbare San Clemente Blattverschiebungs-System gebunden zu sein, das durch rezente bis subrezente dextrale Bewegungen parallel zur San Andreas Störung im kalifornischen Grenzbereich zu Mexiko offshore charakterisiert ist. Während Fluidaustritte an Subduktionszonen und passiven Kontinentalrändern in der Vergangenheit reichlich untersucht wurden, sind Cold Seeps (Kalte Quellen) und deren Manifestationen am Meeresboden an Blattverschiebungen mit tiefreichenden Fluidquellen bisher kaum untersucht. Erhöhte Bariumeinträge im gesamten San Clemente Becken sind wahrscheinlich die Folge der Kalten Quellen in dieser Region, wobei die Häufigkeit der Seeps, ihre Verbreitung, ihre Assoziation an lokale tektonische Elemente des Blattverschiebungs-Systems, ihr Aufbau und damit auch ihre Bedeutung bisher wenig verstanden sind.

Abbildung zeigt Tiefseeroboter (ROV) MARUM QUEST5000

Tiefseeroboter MARUM ROV QUEST5000

Abbildung zeigt Baryt-Entstehung

Modell der Barytentstehung an Kalten Quellen (Torres et al., 2003)

Abbildung zeigt automatische Unterwasser-Vehikel (AUVs) des MBARI

MBARI Dorado AUVs zum Kartieren des Meeresbodens