- Startseite
- ...
- Funktionsgruppe Meeresbodenerkundung
- Paläomagnetiklabor
Funktionsgruppe Meeresbodenerkundung
Paläomagnetiklabor
Die Paläomagnetik ist ein wertvolles Werkzeug in den Geowissenschaften, das sich mit dem Magnetfeld der Erde in der Vergangenheit und der Untersuchung der magnetischen Eigenschaften von Gesteinen und Sedimenten befasst. Sie basiert auf der Fähigkeit ferromagnetischer Mineralien, wie Magnetit, die Richtung und Intensität des Erdmagnetfeldes zum Zeitpunkt ihrer Bildung zu speichern. Diese Eigenschaft ermöglicht es uns, sowohl die geologische Geschichte zu rekonstruieren als auch das Alter von Gesteinen und Sedimenten zu bestimmen.
Insgesamt trägt die Paläomagnetik wesentlich zum Verständnis der Plattentektonik, der Erdkruste und der geologischen Prozesse bei. Sie ist ein unverzichtbares Werkzeug, um die dynamische Geschichte unseres Planeten zu entschlüsseln und die Veränderungen im Erdmagnetfeld zu verstehen.
Kontakt:
|
Telefon: |
|
|
Fax: |
+49 421 218-65338 |
|
E-Mail: |
|
|
Raum: |
GEO 1, 4040 |
Zur Absicherung der paläomagnetischen Ergebnisse führen wir darüber hinaus gesteinsmagnetische Untersuchungen durch, die der Charakterisierung der Gesteinsproben hinsichtlich Korngröße, Mineralogie und Mineralkonzentration dienen. Diese Eigenschaften werden im Fall von Sedimenten maßgeblich durch den Eintrag und die
Umweltbedingungen während oder nach der Ablagerung bestimmt (Stichwort (Früh)diagenese). Somit lassen sich aus den magnetischen Sedimenteigenschaften Aussagen über geologische und/oder klimatische Veränderungen in der Vergangenheit treffen. Die Messungen werden dabei sowohl bei Raumtemperatur als auch temperaturabhängig
und in verschieden starken Magnetfeldern vorgenommen. Als Messgeräte verwenden wir dazu hauptsächlich ein Magnetic Property Measurement System MPMS XL-7 für die Untersuchung einzelner Proben sowie verschiedene Suzeptometer-Messbänke (MSCLS, ULS) für die (quasi)kontinuierliche Messung längerer Sedimentabfolgen.