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Interdisziplinäre Vortragsreihe zu Wellen
Gerade in den Naturwissenschaften sind die Perspektiven zur Welle klar: Interaktion von Turbulenz, Wellen und Wirbeln im Ozean und der Atmosphäre das Klima und die Temperatur der Erde mitbestimmt. Unsere klimatische Zukunft misst sich unter anderem in Wellen verschiedener Größen, Schnelligkeiten und Ordnungen, in Tsunamis, „rogue waves,“ oder regelmäßigen Wellen. Aber es gibt auch noch andere Assoziationen: So kennen die Ökonomie und Soziologie wellenartigen Phänomene. Die Kunst ist voll von ikonischen Wellendarstellungen, sei es in der Form der Malerei Rembrandts, der 1633 „Christus im Sturm“ auf einer riesigen Welle darstellte, bis hin zur berühmten The Great Wave of Kanagawa des japanischen Künstlers Katsushika Hokusai. Dann gibt es natürlich auch Wellen ganz anderer Art: Schallwellen, Gravitationswellen, elektromagnetische Wellen, oder auch die Welle als aquatische Metapher für politische Bewegungen und literarische und filmische Trends.
„Diese Vorlesungsreihe soll verschiedene Aspekte der Welle beleuchten und somit unsere Fachbereiche miteinander ins Gespräch bringen. Wie messen, beschreiben, begreifen und verstehen wir Wellen in den verschiedenen Disziplinen? Und wo und wie ergeben sich interdisziplinäre Interferenzen und Anknüpfungspunkte?“, heißt es in der Ankündigung.
Organisiert wird die Reihe von Prof Kerstin Knopf (Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaften) und Prof. Andrea Muehlebach (Fachbereich Kulturwissenschaften).
Treffpunkt ist an jedem zweiten Dienstag von 18:15 bis 20 Uhr die Rotunde im Gebäude „Cartesium“, Emmy-Noether-Straße. Die Reihe beginnt am 12. November.