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PROTOS (ERC Synergy Grant)

Um zu un­ter­su­chen, wie das Le­ben aus dem Nichts ent­stand, d.h., wie der Über­gang von ei­ner mi­ne­ra­li­schen Welt zum Le­ben statt­fand, nimmt das Pro­jekt PRO­TOS die geo­che­mi­schen Pro­zes­se in den Blick, die wäh­rend der ers­ten Mil­li­ar­de Jah­re der Ge­schich­te die­ses Pla­ne­ten statt­ge­fun­den ha­ben. Die For­scher kom­bi­nie­ren bio­geo­che­mi­sche, phy­si­ko­che­mi­sche und ma­te­ri­al­wis­sen­schaft­li­che For­schung, um ei­ni­ge der wich­tigs­ten und bis­her un­ge­klär­ten Fra­gen der Wis­sen­schaft zu be­ant­wor­ten: Ist es über­haupt mög­lich, dass Le­ben in ei­ner Welt aus Was­ser und Mi­ne­ra­li­en ent­steht? Wie kön­nen die äl­tes­ten Über­res­te des Le­bens ein­deu­tig nach­ge­wie­sen wer­den und wie kann Le­ben auf an­de­ren Pla­ne­ten iden­ti­fi­ziert wer­den?

Ex­pe­ri­men­te sol­len zei­gen, wie Flüs­sig­kei­ten mit Ge­stei­nen in­ter­agie­ren, wel­che Rol­le Mi­ne­ra­le spie­len, ins­be­son­de­re Kie­sel­säu­re, bei der Aus­lö­sung prä­bio­ti­scher Re­ak­tio­nen im Uro­ze­an und bei der Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on von mi­ne­ra­lisch-or­ga­ni­schen Struk­tu­ren -- die zu den ers­ten le­ben­den Zel­len ge­führt ha­ben könn­ten.

Und wel­chen Bei­trag Kie­sel­säu­re leis­tet bei der Ver­stei­ne­rung und Kon­ser­vie­rung der frü­hes­ten Mi­kro­or­ga­nis­men und Bio­mor­phe -- an­or­ga­ni­sche Struk­tu­ren, die Ähn­lich­kei­ten mit or­ga­ni­schen For­men wie Bak­te­ri­en oder an­de­ren Mi­kro­or­ga­nis­men auf­wei­sen.

An­trag­stel­ler: Kris­tal­lo­graph Prof. Dr. Juan Ma­nu­el Gar­cía-Ruiz (Agen­cia Es­ta­tal Con­se­jo Su­pe­ri­or de In­ves­ti­ga­cio­nes Ci­en­tí­fi­cas, CSIC), Che­mi­ker Prof. Dr. Hel­mut Cöl­fen (Uni­ver­si­tät Kon­stanz), Petrologe Prof. Dr. Wolfgang Bach (MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften und Fachbereich Geowissenschaften der Universität Bremen), Geo­bio­lo­ge Dr. Mark van Zu­i­len (Cent­re Na­tio­nal de la Re­cher­che Sci­en­ti­fi­que, CNRS).

Ge­samt­för­der­sum­me: knapp 10 Mio. Euro
Bre­mer An­teil: über 2 Mio. Euro

Selbstorganisierte mineralische Strukturen, so genannte Biomorphe, die lebende Organismen imitieren, aber das Ergebnis rein abiotischer Reaktionen sind. Die Größe dieser Biomorphe liegt zwischen einem und 25 Mikrometern. Foto: Juan Manuel Garcia-Ruiz/CSICs
Selbstorganisierte mineralische Strukturen, so genannte Biomorphe, die lebende Organismen imitieren, aber das Ergebnis rein abiotischer Reaktionen sind. Die Größe dieser Biomorphe liegt zwischen einem und 25 Mikrometern. Foto: Juan Manuel Garcia-Ruiz/CSIC