Parlamentarischer Abend der DAM

23.10.2024
Die Sprecher:innen beim Parlamentarischen Abend der DAM im Bremer Rathaus. Foto: MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen
Die Sprecher:innen beim Parlamentarischen Abend der DAM im Bremer Rathaus. Foto: MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen

„Die Wissenschaft kann der Politik die Entscheidungen nicht abnehmen, aber sie kann, sie muss uns ihre rationalen Erkenntnisse als Basis für unsere Entscheidungen geben“,  betonte Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte in seinem Grußwort beim Parlamentarischen Abend der Deutschen Allianz Meeresforschung (DAM) am 21. Oktober 2024 in Bremen. Mit diesen Worten eröffnete er eine Veranstaltung, die die Bedeutung der Meeresforschung für die Politik im Land Bremen unterstrich. Rund 100 Gäste aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und organisierter Zivilgesellschaft waren der Einladung der Deutschen Allianz Meeresforschung gefolgt, um sich zu informieren und in den Austausch zu treten. Der wissenschaftliche Teil des Abends bot Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse der DAM-Forschungsmissionen CDRmare und mareXtreme, an denen das MARUM aktuell maßgeblich beteiligt ist. 

 

Prof. Dr. Martin Zimmer vom Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung betonte, dass die Reduktion von Treibhausgasen allein nicht mehr ausreiche, um die Pariser Klimaziele zu erreichen und stellte in diesem Zusammenhang das Potenzial von „Blue Carbon“, also marinen Kohlenstoffspeichern, für den Klimaschutz vor (sea4soCiety, ein Verbundprojekt von CDRmare). Prof. Dr. Achim Kopf (MARUM, Universität Bremen), Co-Sprecher der im Januar gestarteten Forschungsmission mareXtreme, zeigte auf, welche Rolle Vernetzung mit der Gesellschaft und Technologietransfer bei den Forschungsaktivitäten zu marinen Extremereignissen und Naturgefahren spielen. Dr. Katja Metfies (Alfred-Wegener-Institut) erläuterte anhand des mareXtreme-Verbundprojekts Primeprevention, welche Methoden zur Vorhersage mariner biologischer Gefahren (u.a. für die menschliche Gesundheit) entwickelt und inwiefern damit dem gesellschaftliche Informationsbedarf in diesem Bereich begegnet wird.

Der stellvertretende DAM-Vorsitzender und früherer MARUM-Direktor Prof. Dr. Michael Schulz gab einen Überblick über die Aktivitäten der DAM. Anschließend diskutierte das Podium zum Thema "Meere im Klimawandel: Chancen für Klimaschutz und Herausforderungen durch neue Risiken für Küstenregionen“.