ElbeXtreme-Projekttreffen 2025 am MARUM

Interdisziplinärer Austausch für ein besseres Verständnis mariner Extremereignisse im Elbeästuar

14.05.2025
Die Projektteilnehmer:innen posieren für das Gruppenfoto in der MARUM. Foto: GEOMAR
Die Projektteilnehmer:innen posieren für das Gruppenfoto in der MARUM. Foto: GEOMAR

Die Forschungsmission mareXtreme der Deutschen Allianz Meeresforschung (DAM) untersucht, wie marine Extremereignisse – wie Sturmfluten, Hitzewellen oder Schadstoffeinträge – unsere Küstenregionen verändern. Ihr Ziel: Risiken besser zu verstehen, Frühwarnsysteme zu entwickeln und Gesellschaft und Politik bei der Bewältigung komplexer Herausforderungen zu unterstützen. Zentraler Bestandteil dieser Mission ist das Projekt ElbeXtreme, das sich auf das dynamische Elbeästuar konzentriert – einen Lebens- und Wirtschaftsraum, der besonders anfällig für vielfältige Stressfaktoren ist.

 

Am 12. und 13. Mai 2025 trafen sich rund 30 Mitglieder des ElbeXtreme-Konsortiums in Bremen am MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen, um nach knapp der Hälfte der ersten Förderphase Bilanz zu ziehen, Ideen auszutauschen und die nächsten Projektschritte zu planen. Forschende aus den Bereichen Ozeanographie, Ökologie, Geowissenschaften, Modellierung, Datenmanagement sowie Kommunikation und Transfer waren anwesend.

Das Treffen bot nicht nur Raum für Berichte und Planungen, sondern vor allem für echte interdisziplinäre Zusammenarbeit. Im Mittelpunkt standen Fragen wie: Wie lassen sich physikalische und biologische Messungen, beispielsweise im Zusammenhang mit Hitzewellen, sinnvoll verknüpfen? Wie steht es um die Resilienz mariner Ökosysteme in dieser Hinsicht? Wie beeinflusst die technologische Entwicklung die Planung von Messkampagnen? Und wie können komplexe Forschungsergebnisse so aufbereitet werden, dass sie für regionale Akteure aus Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft verständlich und nutzbar sind?

Die Diskussionen zeigten eindrucksvoll, wie wichtig der enge Dialog zwischen den Disziplinen ist – vom Messkonzept über die Modellierung bis hin zum Wissenstransfer. Ziel ist ein ganzheitliches Verständnis extremer Ereignisse und ihrer Folgen – und damit auch eine verbesserte Vorbereitung und Anpassung in den betroffenen Regionen.

Das Fazit nach zwei Tagen in Bremen: ElbeXtreme verkörpert die Mission von mareXtreme – nämlich disziplinäre Grenzen zu überschreiten und Wissenschaft als prägende Kraft im Umgang mit Extremereignissen zu begreifen. Das jährliche Konsortialtreffen hat eindrucksvoll gezeigt, dass das Projektteam nicht nur auf dem richtigen Weg ist, sondern auch als Gemeinschaft wächst.

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Viktoria Wichert (Hereon) diskutiert mit den Teilnehmenden unterschiedliche Kommunikations- und transferformate. Foto: MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen

Viktoria Wichert (Hereon) diskutiert mit den Teilnehmenden unterschiedliche Kommunikations- und transferformate. Foto: MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen

Greta Dekker (UNU-EHS) erklärt den Impakt verknüpfter Risiken auf Ökosysteme und wie deren Bewertung hilft, sich den Extremen anzupassen und Entscheidungen zu treffen. Foto: MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen

Greta Dekker (UNU-EHS) erklärt den Impakt verknüpfter Risiken auf Ökosysteme und wie deren Bewertung hilft, sich den Extremen anzupassen und Entscheidungen zu treffen. Foto: MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen