5. Bremer Ocean Day

Eine Veranstaltung für Lerngruppen der Sekundarstufe II

17.12.2024
Blick in den Hörsaal während des 4. Ocean Day 2024. Foto: Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie/A. Krüger
Blick in den Hörsaal während des 4. Ocean Day 2024. Foto: Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie/A. Krüger

Ozeane bedecken mehr als zwei Drittel der Erdoberfläche. Sie bieten einen riesigen Lebensraum, ihre biologische Vielfalt ist enorm. Sie halten unser Klima stabil und versorgen uns mit Nahrung. Und sie stecken immer noch voller Rätsel und Geheimnisse! 
Der Bremer Ocean Day lässt  bis zu 500 Schüler:innen eintauchen in den Ozean und die moderne Meeresforschung. Bremer Forschende berichten von ihrer Arbeit, ihren neuesten Ergebnissen und den Freuden und Tücken des Forschungsleben. Sie erklären, warum die Erkundung der Ozeane nicht nur unheimlich spannend sondern mindestens ebenso wichtig ist. 

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung durch die begleitende Lehrkraft ist notwendig.

 

Wann? 25.02.2025, 9:30 – 12:30 Uhr

Wo? Hörsaalgebäude der Uni Bremen

Eine Anmeldung für Kurse der SEK II ist möglich bis zum 12.01.2024.

Anmeldung und weitere Informationen unter www.uni-bremen.de/oceanday.

Vortragsprogramm:

9.30 Uhr: Begrüßung: Aspetsberger/Harder

9.45 Uhr: Vortrag: Dr. Julian Kiefer (Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie, Bremen): Von Tiefsee-Muscheln bis Küstenwürmern: Die Geheimnisse der Meeres-Symbiosen

10.15 Uhr: Vortrag: Elena Schiller (MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen): Licht an! Wie sehen wir in der Tiefsee?

10.45 Uhr: Pause

11.15 Uhr: Interview und Diskussion mit Studierenden: NN

11.45 Uhr: Vortrag: Dr. Mirco Wölfelschneider (Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT), Bremen): Mangroven als Klimaretter? Was dahinter steckt und die tropischen Bäume so einzigartig macht.

12.15 Uhr: Abschluss

 

Die Vorträge im Detail

Dr. Julian Kiefer
Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie (MPIMM), Bremen

Von Tiefsee-Muscheln bis Küstenwürmern: Die Geheimnisse der Meeres-Symbiosen

Das Meer steckt voller faszinierender Lebensgemeinschaften. Sie wirken auf den ersten Blick unscheinbar, erleuben aber tiefe Einblicke in die Biologie und Evolution. Von Muscheln an heißen Quellen in der Tiefsee bis zu darmlosen Würmern im seichten Wasser des Mittelmeers – viele Meerestiere leben in einer engen Partnerschaft mit Mikroben, die ihnen helfen, in extremen Lebensräumen zu überleben. In seinem Vortrag erzählt Julian Kiefer ich, wie diese Symbiosen funktionieren, wie wir die Tiere und ihre Mikroben erforschen und welche Geschichten uns ihre DNA über ihre Evolution verrät.

Julian Kiefer war zunächst am Land unterwegs: Er untersuchte Symbiosen zwischen Insekten und Bakterien untersuchte. Nun beschäftigt er sich mit darmlosen Würmern und ihren bakteriellen Untermietern im Mittelmeer. Mit einer Mischung aus Feldforschung, molekularen Analysen und Bioinformatik versucht er, die Evolution dieser faszinierenden Lebensgemeinschaften zu verstehen.

Eine Person in Schnorchelausrüstung, bestehend aus einer Tauchmaske und Schnorchel, schwimmt im türkisblauen, klaren Meerwasser. Die Person trägt ein blaues, langärmliges Shirt und hält einen weißen Eimer. Der Himmel ist strahlend blau, und die Szene vermittelt eine ruhige, sonnige Atmosphäre in einem tropischen oder subtropischen Meeresgebiet.Foto: Harald Gruber-Vodicka / Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie

Probenname in tropischen Meer. Foto: Harald Gruber-Vodicka / Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie

Elena Schiller
MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen

Licht an! Wie sehen wir in der Tiefsee?

Warum sind Fotos aus der Tiefsee eigentlich so dunkel und sehen häufig aus, als hätte jemand einen Regenbogen-Filter darübergelegt? Welche Farbe hat ein Ort, an dem es immer dunkel ist und den wir Menschen nicht mit den eigenen Augen sehen, sondern nur mit Hilfe von Kameras? Elena Schiller erklärt in ihrem Vortrag, wie Wasser Licht verschluckt, wie Farben entstehen und welches Licht wir in die Tiefsee mitbringen müssen, um echte Bilder von der Unterwasserwelt zu bekommen.


Elena Schiller hat Maschinenbau studiert und ist Wissenschaftliche Taucherin. Ein paar Jahre hat sie am Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven Tiefseeroboter für die Meeresforschung gebaut. Nun erforscht sie an der Uni Bremen, wie Farben unter Wasser entstehen und welche Beleuchtung wir brauchen, um echte Bilder von der Unterwasserwelt zu bekommen.

Eindrücke vom Arbeiten mit einem Tiefseeroboter. Foto: Elena Schiller/ROV MARUM-SQUID, MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen

Eindrücke vom Arbeiten mit einem Tiefseeroboter. Foto: Elena Schiller/ROV MARUM-SQUID, MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen

Dr. Mirco Wölfelschneider
Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT), Bremen

Mangroven als Klimaretter? Was dahinter steckt und die tropischen Bäume so einzigartig macht.

Was sind eigentlich Mangroven und warum helfen sie uns im Kampf gegen den Klimawandel? Mirco Wölfelschneider erforscht diese faszinierenden Bäume, die sogar im Salzwasser überleben können. Der Mangrovenökologe lädt zu einer Entdeckungsreise an tropische Küsten ein. Er zeigt, was er an den Bäumen so spannend findet und warum Mangrovenwälder nicht nur für die Menschen in den Tropen (über)lebenswichtig sind, sondern dieser Tage auch als „Klimaretter“ gehandelt werden.

Mirco Wölfelschneider forscht zu Kohlenstoffspeicherung in dicht bewachsenen Küstenökosystemen und interessiert sich hierbei besonders für die Frage, wie der Kohlenstoff in den dortigen Meeresboden kommt.

Dichtes Mangroven-Ökosystem mit einem komplexen Netz aus freiliegenden Wurzeln, die sich im flachen Wasser ausbreiten. Die grünen, glänzenden Blätter der Mangrovenbäume bilden ein dichtes Blätterdach, während die verzweigten Wurzeln unterhalb für Stabilität sorgen. Das ruhige Wasser im Vordergrund spiegelt Teile der Wurzeln und Blätter wider. Die Szene zeigt die natürliche Vielfalt und die wichtige Rolle der Mangroven in Küstenökosystemen.

Dichtes Mangroven-Ökosystem. Foto: Carolina Hortúa Romero