Erfolgreicher Test eines Unterwasser-Überwachungssystems
Die Erprobung des neu entwickelten SPIRULA-Systems war das Herzstück dieser Bemühungen. SPIRULA besteht aus einem stationären Lander und einer mobilen Einheit, die über ein Kabel miteinander verbunden sind und sowohl den Meeresboden als auch die umgebende Wassersäule in einem Radius bis zu 20 Metern überwachen sollen. Ausgestattet mit Sensoren zur Messung von Leitfähigkeit, Temperatur, Druck, Trübung und Fluoreszenz sowie mit hochauflösenden Kameras und einem vorwärts gerichteten Fächersonar soll SPIRULA eine vollständige optische und ökologische Erfassung der hydrothermalen Felder ermöglichen. Für den Einsatz setzte das Expeditionsteam ein maßgeschneidertes Pontonsystem ein – liebevoll „Busy Beaver“ genannt, während vorläufige Standorterkundungen mit einem BlueROV durchgeführt wurden, um wichtige hydrothermale Ausstrittsstellen zu identifizieren. ROV ist die Abkürzung für Remotely Operated Vehicle (ferngesteuertes Fahrzeug).
Diese Expedition stellt eine erfolgreiche interdisziplinäre Zusammenarbeit dar, die Meerestechnik und Geowissenschaften zusammenbringt, um unser Verständnis hydrothermaler Systeme in flachen Meeresgebieten zu verbessern. Neben den leitenden Wissenschaftlern gehörten auch Ankita Jadhav, Monja Daub, Arni Thor Thorgeirsson und Jan Gümpel zum Team. Die Expedition wurde von der Werner-Siemens-Stiftung und dem Exzellenzcluster „Der Ozeanboden – unerforschte Schnittstelle der Erde“, angesiedelt am MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen, finanziert.