Erfolgreicher Test eines Unterwasser-Überwachungssystems

14.05.2025
Bild von einem hydrothermalen Feld, aufgenommen mit dem BlueROV, mit einem Greifer zur Entnahme von Sedimentproben. Foto: MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen
Bild von einem hydrothermalen Feld, aufgenommen mit dem BlueROV, mit einem Greifer zur Entnahme von Sedimentproben. Foto: MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen

Ein Innovatives Unterwasser-Monitoring-System zur Untersuchung von Flachwasser-Hydrothermalquellen wurde jetzt bei einer wissenschaftlichen Expedition an die Südküste von Milos (Griechenland) in dieser geologisch aktiven Region getestet. An der Feldkampagne nahmen Expert:innen der Universität Bremen – darunter Prof. Ralf Bachmayer und Dr. Christian Meurer (Marine Umwelttechnik und Tiefseeingenieurwesen), Dr. Solveig Bühring (Petrologie der Ozeankruste) – sowie Prof. Paraskevi Nomikou von der Nationalen und Kapodistrianischen Universität Athen teil.

 

Die Erprobung des neu entwickelten SPIRULA-Systems war das Herzstück dieser Bemühungen. SPIRULA besteht aus einem stationären Lander und einer mobilen Einheit, die über ein Kabel miteinander verbunden sind und sowohl den Meeresboden als auch die umgebende Wassersäule in einem Radius bis zu 20 Metern überwachen sollen. Ausgestattet mit Sensoren zur Messung von Leitfähigkeit, Temperatur, Druck, Trübung und Fluoreszenz sowie mit hochauflösenden Kameras und einem vorwärts gerichteten Fächersonar soll SPIRULA eine vollständige optische und ökologische Erfassung der hydrothermalen Felder ermöglichen. Für den Einsatz setzte das Expeditionsteam ein maßgeschneidertes Pontonsystem ein – liebevoll „Busy Beaver“ genannt, während vorläufige Standorterkundungen mit einem BlueROV durchgeführt wurden, um wichtige hydrothermale Ausstrittsstellen zu identifizieren. ROV ist die Abkürzung für Remotely Operated Vehicle (ferngesteuertes Fahrzeug).

Diese Expedition stellt eine erfolgreiche interdisziplinäre Zusammenarbeit dar, die Meerestechnik und Geowissenschaften zusammenbringt, um unser Verständnis hydrothermaler Systeme in flachen Meeresgebieten zu verbessern. Neben den leitenden Wissenschaftlern gehörten auch Ankita Jadhav, Monja Daub, Arni Thor Thorgeirsson und Jan Gümpel zum Team. Die Expedition wurde von der Werner-Siemens-Stiftung und dem Exzellenzcluster „Der Ozeanboden – unerforschte Schnittstelle der Erde“, angesiedelt am MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen, finanziert.

Jan Gümpel, Master-Student an der Universität Bremen, steht in der Werkhalle neben dem von ihm mitentwickelten SPIRULA-System. Foto: MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen

Jan Gümpel, Master-Student an der Universität Bremen, steht in der Werkhalle neben dem von ihm mitentwickelten SPIRULA-System. Foto: MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen

Abbildung zeigt Aufstellung des „Busy Beavers“ (fleißigen Biber) am Strand von Milos. Foto: MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen; S. Bühring

Aufstellung des „Busy Beavers“ (fleißigen Biber) am Strand von Milos. Foto: MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen; S. Bühring

Abbildung zeigt „Busy Beaver“ auf Station, SPIRULA dreht seine Runden. Foto: MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen; A. Jadhav

„Busy Beaver“ auf Station, SPIRULA dreht seine Runden. Foto: MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen; A. Jadhav

Abbildung zeigt Gruppenbild. Foto: MARUM – Zent rum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen; O. Lang

Gruppenbild. Foto: MARUM – Zent rum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen; O. Lang