Starkregen-Ereignisse nehmen zu – wie kann Bremen resilienter werden?

Akteure aus Wissenschaft, Politik und Praxis diskutieren bei „MARUM im Dialog“

29.10.2025
Staatsrat Dr. Ralph Baumheier hält das Grußwort bei "MARUM im Dialog"
Staatsrat Dr. Ralph Baumheier hält das Grußwort bei "MARUM im Dialog". Copyright: MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen; J. Nitsch

Zur vierten Auflage von "MARUM im Dialog" sind knapp 60 Vertreter:innen aus Wissenschaft, Politik und Praxis zusammengekommen, um den Umgang mit zunehmenden Starkregen-Ereignissen im Land Bremen zu diskutieren.

 

Starkregen tritt unerwartet auf, kann jeden Stadtteil in Bremen und Bremerhaven treffen, und die Schäden können immens sein. Die Wissenschaft geht davon aus, dass aufgrund des Klimawandels Starkregen künftig sogar noch stärker ausfallen und häufiger auftreten wird. „Wir können Risiken reduzieren, wenn wir sie frühzeitig erkennen und handeln, ressortübergreifend denken und die Erkenntnisse der Wissenschaft wahrnehmen und in unsere Strategien einfließen lassen“, betonte Staatsrat Dr. Ralph Baumheier (Die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung) in seinem Grußwort.

Die Veranstaltung am 28. Oktober 2025 in der Kunsthalle Bremen bot eine Plattform für den Austausch von Ideen und Perspektiven. In ihren Impulsvorträgen erläuterten Dr. Ute Merkel, Klimamodelliererin vom MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen, und Prof. Dr. Heiko Sieker, Bauingenieur von der TU Berlin sowie Ingenieurgesellschaft Prof. Dr. Sieker mbH, ob Extremereignisse das „neue Normal“ werden, welche Rolle die Ozeane bei der Entwicklung von Niederschlag spielen und dass in Berlin per Gesetz keine neuen Regenwasserkanäle mehr zur Entwässerung gebaut werden dürfen, sondern das Schwammstadt-Prinzip angewandt wird. In der Podiumsdiskussion mit Ralph Baumheier, Ulf Jacob vom „grünes bremen – Bündnis lebenswerte Stadt“, Ute Merkel und Heiko Sieker wurde erörtert, dass die zahlreichen Richtlinien und Leitfäden die Umsetzung eher hemmen als fördern und ob Straßensanierungen ein Anlass sein sollten, um Maßnahmen zur Starkregenprävention zu implementieren, anstatt nur reine Ausbesserungen vorzunehmen. Bisher recht unterschätzt schienen die Auswirkungen und Gefahren, wenn Starkregen mit einem anderen Extremereignis auftritt, beispielsweise einer Sturmflut oder Trockenperioden. Auf großes Interesse in der Diskussion stieß auch das geplante Berliner Klimaschutzgesetz: Es sieht unter anderem vor, dass alle 15 Meter auf beiden Straßenseiten ein gesunder Baum stehen muss.

„Der heutige Austausch zeigt, dass die Risiken durch Starkregen ernst genommen werden müssen. Eine klimaresiliente Stadtentwicklung sowie das Bewusstsein für die Risiken aus dem Klimawandel sind für uns alle von großer Relevanz“, fasste es der Direktor des MARUM, Prof. Kai-Uwe Hinrichs, in seinem Schlusswort zusammen.

Ziel der Dialogreihe ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem MARUM und angrenzenden Disziplinen politischen Entscheidungsträger:innen verständlich zur Verfügung zu stellen und dadurch den Wissenstransfer zu verstärken.

Abbildung zeigt das Logo von MARUM im Dialog
Impulsvortrag von Dr. Ute Merkel.

Impulsvortrag von Dr. Ute Merkel. 

Impulsvortrag von Prof. Heiko Sieker.

Impulsvortrag von Prof. Heiko Sieker. 

Staatsrat Dr. Ralph Baumheier beantwortet Fragen in der Podiumsdiskussion.

Staatsrat Dr. Ralph Baumheier beantwortet Fragen in der Podiumsdiskussion. 

Ulf Jacob, Dr. Ute Merkel und Moderatorin Dr. Sira Groscurth während der Podiumsdiskussion.

Podiumsteilnehmer:innen Ulf Jacob und Dr. Ute Merkel sowie Moderatorin Dr. Sira Groscurth während der Diskussion. 

Fragen aus dem Publikum währen der Podiumsdiskussion.

Fragen aus dem Publikum währen der Podiumsdiskussion. 

Zusammenfassun durch den Direktor des MARUM, Prof. Kai-Uwe Hinrichs.

Zusammenfassung durch den Direktor des MARUM, Prof. Kai-Uwe Hinrichs.

Austausch beim Get-together.

Austausch beim Get-together. 

Austausch beim Get-together.

Austausch beim Get-together. 

Bildrechte für alle Fotos: MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen; J. Nitsch