MSM131

FS MARIA S. MERIAN - Reise MSM131

18. August - 28. September 2024

Reykjavik - Longyearbyen - Emden

Das Jøtul Hydrothermalfeld – Magma-Sediment-Wechselwirkung am ultralangsam spreizenden Knipovich-Rücken

Karte MSM131
Karte des MSM131 Forschungsgebiets

Während der Expedition MSM109 im Juli 2022 wurde erstmals ein Hydrothermalfeld am 500 km langen ultra-langsam spreizenden Knipovich-Rücken entdeckt. Das sogenannte Jøtul Hydrothermalfeld liegt nicht auf einem Axialen Vulkanischen Rücken (AVR), sondern an der östlichen Flanke des Rift-grabens, wo eine Wechselwirkung zwischen magmatischen Intrusionen mit den Sedimenten des Kontinentalhanges von Svalbard für eine ungewöhnlich hohe Freisetzung von thermogen-gebildetem Methan verantwortlich ist. Bisherige Untersuchungen während der MSM109 mit ROV QUEST zeigen unterschiedlichste Fluidaustrittsstellen, wie diffuses Venting aus Sedimenten aber auch aus Fugen und Rissen von magmatischen Gesteinen, inaktive und aktive Hügel mit hydrothermalen Präzipitaten und chemosynthetischen Organismen, einen aktiven Schwarzen Raucher, einen oder mehrere Plumes in der Wassersäule sowie zahlreiche weitere Hinweise zu Hydrothermalismus. Lokationen mit solchen Wechselwirkungen zwischen Magma und Sedimenten sind für den Kohlenstoffkreislauf von besonderer Bedeutung. Ergänzende und vor allem detailliertere Untersuchungen des neu entdeckten Jøtul Feldes und anderer hydrothermaler Aktivitäten des Knipovich-Rückens sind für das Ozeancluster bedeutend und sollen während der Reise MSM131 durchgeführt werden.

Logo Expedition MSM131

Fahrtleiter

Gerhard Bohrmann

Tel.: +49 421 218 - 65050

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Leitstelle Deutsche Forschungsschiffe

FS MARIA S. MERIAN

MARUM Robotik

ROV QUEST

Reise MSM131 - mit freundlicher Genehmigung von BRIESE RESEARCH

Wochenberichte
Schlot an Nidhogg Vent Struktur, dicht besiedelt mit Amphipoden
Schlot an der Nidhogg Vent-Struktur
Beprobung von 316°C heißen Fluiden an Black Smoker mit KIPS Probennahmegerät
Beprobung eines Black Smokers mittels KIPS Probennahmegerät
Niedrigtemperatur-Vent assoziiert mit vulkanischen Gesteinen. Hydrothermale Aktivität zwischen vulkanischen Blöcken mit gekühlten Säulenfugen, durch weiße Ausscheidungen, meist Baryt, weiße Bakterienfäden und Siboglinid-Röhrenwürmern dokumentiert. Napfschnecken an der weißen Oberfläche vorn und unten am Gestein.
Niedrigtemperatur-Vent Lokation assoziiert mit vulkanischen Gesteinen
Die oberste Region des Yggdrasil-Schlotgebiets zeigt vielflankige Niederschlagsstrukturen und schimmerndes Wasser
Yggdrasil Vent Lokation mit mehrflankigen Präzipitatstrukturen